Tagebuch der OTAs - Aus dem Berufsalltag einer Operationstechnischen Assistentin

Das erste Ausbildungsjahr

Die ersten vier Monate

Aller Anfang ist vor allem aufregend! Wir starten in unserer Klasse mit einigen, die mit dem OP-Bereich schon etwas zu tun hatten aber für die meisten ist alles völlig neu. Natürlich müssen wir uns da erst einmal zurechtfinden. Da ist es richtig gut, jemanden an seiner Seite zu wissen, der alles schon einmal durchgemacht hat. Am Anfang bekommt jeder von uns seinen eigenen Paten aus dem fortgeschrittenen Jahr zugeteilt. So sind wir nicht völlig auf uns gestellt, wenn wir nach ein paar Wochen Theorie in einen unserer ersten Einsätze gehen und zum ersten Mal richtige OP-Kleidung anziehen oder den Unterschied zwischen steriler und unsteriler Zone auch in der Praxis kennen lernen. Gut, dass wir das in der Schule vorher geübt haben.

Jetzt starten wir durch

Die Probezeit ist fast unbemerkt verstrichen und wir haben schon die ersten richtigen Operationen gesehen und viele Instrumente kennen gelernt. Wir lernen viel über Hygiene und die Verbreitung von Keimen und auch wie wir im Falle eines Arbeitsunfalles richtig reagieren können. Wir können nun auch schon helfen, die Patienten vor der Operation richtig zu lagern und eh man sich versieht, ist das erste Jahr auch schon fast vorüber.

Fit in der Theorie, um in der Praxis gut zu sein

In den Phasen des theoretischen Unterrichts lernen viel über die Anatomie des menschlichen Körpers und die dazugehörigen Krankheiten. In der Pharmakologie lernen wir die wichtigsten Medikamente für die Narkose kennen und in Psychologie, wie man mit der Stressbelastung im Arbeitsleben umgehen kann. Weitere Fächer sind die OP-Lehre, um vorausschauend arbeiten zu können, Biologie, Physik und Chemie sowie Rechtskennnisse für den Operationsbereich.

Das zweite Ausbildungsjahr

Neue Herausforderungen

Nun stehen wir vor ganz neuen Herausforderungen. Jetzt sind wir diejenigen, die die Neulinge anleiten und ihnen bei den ersten Eindrücken zur Seite stehen. Neue Erfahrungen warten überall: wir unterstützen nun die Operateure und ausgelernten OTAs richtig, indem wir die Sterilgüter im OP vorbereiten und neue sterile Instrumente holen sowie anreichen. Da kann es schon mal aufregend und rasant zu gehen! Zusätzlich beweisen wir uns in den Nacht- und Bereitschaftsdiensten, in denen wir uns mal wie eine richtige OTA fühlen, denn die spannenden Notfälle kommen ja bekanntlich nachts. Vor allem in den Einsätzen in der Rettungsstelle ist Improvisation gefragt, denn kein Patient ist geplant und der Weg bis zur Diagnose oft lehrreich und interessant. Zusätzlich lernen wir auch noch andere Bereiche kennen. Wir helfen auf einer Station mit oder lernen, die OP-Instrumente in der Zentralsterilisation aufzubereiten und arbeiten in der Endoskopie mit. In der Anästhesie lernen wir dann die Abläufe auf der anderen Seite des OP-Tuchs kennen und können unser Wissen aus der Pharmakologie anwenden.

Spezielle Anforderungen im OP

Während der Ausbildungszeit merken wir, dass unser zukünftiger Beruf in vielen Momenten wahnsinnig spannend ist, aber auch ganz besondere Anforderungen an uns stellt. Am Anfang ist es noch ungewohnt, den ganzen Tag mit einem Mundschutz durch den OP zu laufen, aber daran gewöhnt man sich schnell. Wenn einem aber während einer OP zwei Stunden lang die Nase juckt und man sich nicht kratzen darf, merkt man schnell, dass die eigenen Bedürfnisse im Arbeitsalltag öfter mal zurück gestellt werden müssen. Die Konzentration muss dann ganz auf den Patienten und das Team gerichtet werden. Ein hohes Maß an Flexibilität ist dabei auch gefordert, aber dafür ist jeder Tag anders und es kommt nie Langeweile auf!

Das dritte Ausbildungsjahr

Wahleinsatz

Im letzten Jahr haben wir dann die Wahl! Wir dürfen uns selbst einen Bereich aussuchen, in dem wir einen Einsatz machen möchten. Viele wechseln dazu auch mal die Stadt oder lernen Spezialgebiete wie die Herzchirurgie kennen.

Endspurt

Im dritten Lehrjahr dürfen wir auch schon allein am Instrumentiertisch stehen und den Operateur direkt unterstützen. Zu guter Letzt stehen die Abschlussprüfungen vor der Tür, die wir durch die gute Vorbereitung einfach nur bestehen können und danach starten wir direkt in unsere Zukunft. Wir freuen uns besonders, dass wir nach unserem erfolgreichen Abschluss zu fast 100 Prozent von Vivantes übernommen werden.

Bewirb dich!

Wir freuen uns über jede Bewerbung und antworten jedem/r Einzelnen. Den reibungslosen Ablauf garantiert ein erfahrenes Team in unserem Bewerbungsbüro.

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